Gesundheit

Wassertrinken senkt Bluthochdruck und aktiviert zu niedrigen Blutdruck

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Bluthochdruck-Risiko durch Wassertrinken senken

Bluthochdruck entsteht durch einen anhaltenden Wassermangel im Körper. Normalerweise wird Wasser, das wir trinken, über den Darm an das Blut abgegeben. Dieses transportiert es zu jeder einzelnen Körperzelle (60% allen Körperwassers befindet sich innerhalb der Zellen).

Seid ihr beim Trinken zu nachlässig, erhält euer Blut zu wenig Wasser – die Blutzellen verringern ihre Grösse, das Blut dickt ein, der Blutfluss und damit die Versorgung der Zellen droht nachzulassen. Dein Gehirn schreit „Alarm“ und schüttet nun das sogenannte antidiuretische Hormon (ADH) Vasopressin aus. Dieses verengt die Blutgefässe, um wieder genügend Blutdruck herzustellen, damit deine Zellen weiter versorgt werden können. Dieser Notfall-Mechanismus schafft aber drei Probleme:

  1. keine Behebung der Ursache „Wassermangel“,
  2. Bluthochdruck, der auf Dauer zu chronischen Erkrankungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann,
  3. Cholesterin-Ablagerungen an den Blutgefässen, um sie vor dem hohen Druck zu schützen – was allerdings den Querschnitt der Gefäße verringert und den Blutdruck weiter erhöht: ein Teufelskreis

Auf den Punkt gebracht: Bluthochdruck ist der Versuch deines Körpers, sich an einen Mangelzustand anzupassen. Und daraus ergibt sich auch die einfachste und wirkungsvollste aller Therapien: Wasser trinken.

In einem Podcast wurde einmal gesagt, dass im menschlichen Körper ca. 115 Kilometer Blutleitungen „verlegt“ sind (Venen, Arterien). Verkalken diese Gefässe, steigt der Blutdruck. Reines Wasser, das du trinkst, kann sogar diesen Kalk abbauen und aus den Blutgefässen abtransportieren, so dass der Blutdruck wieder auf ein Normalmass sinkt.

Wassertrinken verhindert Kreislaufprobleme

Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr nach längerem Sitzen schnell aufsteht und euch dabei schwindelig wird? Bei gesunden Menschen ändert sich der Blutdruck kaum, wenn sie aus dem Sitzen aufstehen. Die Bewegung aktiviert nämlich das sympathische Nervensystem, die Blutgefässe ziehen sich zusammen, das Herz schlägt schneller und kräftiger. Auf diese Weise wird der Blutdruck stabilisiert. 

Vor allem bei älteren Menschen (im Alter nimmt der Körperwasser-Anteil ab) oder jenen, deren Nervensystem gestört ist, fällt der Blutdruck im Stehen jedoch extrem ab. Schwindel, Kreislaufprobleme oder sogar Ohnmacht sind die Folge. Da einigen der Betroffenen auffiel, dass Wassertrinken diese Symptome lindert, hat Professor Dr. med. Jens Jordan, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, dessen Arbeitsschwerpunkt unter anderem Bluthochdruck ist, dieses Phänomen untersucht.

Und tatsächlich stellte Prof. Dr. Jordan fest, dass bei seinen Patienten, die in einem Zeitraum von fünf Minuten einen knappen halben Liter Wasser tranken, der Blutdruck schon nach zehn Minuten deutlich anstieg. Durch Messungen von Kreislaufhormonen im Blut und andere Untersuchungen wies er nach, dass Wassertrinken das sympathische Nervensystem aktiviert, das wiederum den Kreislauf antreibt.

Angenehmer Nebeneffekt: Das sympathische Nervensystem aktiviert nicht nur den Kreislauf, sondern auch den Stoffwechsel. Der Energieverbrauch des Körpers steigt nach dem Trinken von Wasser deutlich an, es werden mehr Kalorien verbrannt und du nimmst ab.

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